Weitere Informationen zur Eigenbluttherapie

Wann hilft die Eigenbluttherapie?

Methoden der Eigenbluttherapie

Nebenwirkungen

Wann darf die Eigenbluttherapie nicht angewendet werden?

Wann hilft die Eigenbluttherapie?

Die Eigenbluttherapie wird als Einzeltherapie oder in Kombination mit anderen Therapieformen und Medikamenten bei folgenden Krankheitsbildern eingesetzt:

Herzerkrankungen

Nervöse Herzbeschwerden, Koronare Herzkrankheit, Nachsorge nach Myokardinfarkt (Herzinfarkt)

Kreislauf- und Gefäßkrankheiten

Hypertonie (Bluthochdruck) und Hypotonie (niedriger Blutdruck), Migräne, Prophylaxe und Nachsorge bei Schlaganfall, Vegetative Dystonie (funktionelle Störung des vegetativen Nervensystems)

Akute und chronische Erkrankungen der Atemwege

Rhinitis (Schnupfen), Nasenpolypen, Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen), Heuschnupfen, Pharyngitis (Entzündung der Rachenschleimhaut), Angina tonsillaris (Entzündung der Gaumenmandeln), Mononucleose (Pfeiffer'sches Drüsenfieber), Laryngitis (Kehlkopfentzündung), Tracheitis (Entzündung der Luftröhe), Krupp-Syndrom (Entzündung der Schleimhäute des Kehlkopfes und der Luftröhre), Bronchitis (Entzündung der Bronchien), Asthma bronchiale (chronische Erkrankung der Atemwege), Pneumonie (Lungenentzündung).

Akute und chronische Erkrankungen des Verdauungstraktes

Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut), Helicobacter-Infektionen (bakterielle Entzündung der Magenschleimhaut), Reizdarm, Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzünung, Magen-Darm-Grippe), Verstopfung, Blähungen, Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung), Colitis ulcerosa (chronisch-entzündliche Darmerkrankung), Darmmykosen (Pilzinfektionen im Darm), Proktitis (schmerzhafte Entzündung des unteren Darmabschnittes).

Erkrankungen der Leber- und Gallenwege

Lebererkrankungen durch Alkoholmissbrauch, Cholelithiasis (Gallensteine), Cholezystitis (Gallenblasenentzündung)

Erkrankungen des Pankreas (Bauchspeicheldrüse)

chronische Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), Pankreasinsuffizienz (Schwäche der Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen der Haut

Furunkel (schmerzhafte bakterielle Haarbaldentzündung), Follikulitis (bakterielle Talgdrüsenentzündungen), Warzen, Alterswarzen, Zeckenstich/Borreliose, Atopisches Ekzem/Neurodermitis, Urtikaria (Nesselsucht), Kontaktekzeme, Seborrhoe (Ekzeme, die vorwiegend in behaarten Hautbereichen auftreten), Akne vulgaris, Akne rosacea (Kupferfinne/Rosenfinne), Psoriasis (Schuppenflechte), Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür, offenes Bein), Candidaerkrankung der Haut, Trychomykosen (Befall der Haut mit Fadenpilzen), Pruritus senilis (Altersjuckreiz)

Erkrankungen der Nieren und der Harnwege

Nierensteine, Harnwegsinfekte

Erkrankungen der Geschlechtsorgane

Eierstockentzündung, Prostatis (Prostataentzündung), Epididymitis (Nebenhodenentzündung), Orchitis (Hodenentzündung)

Abwehrschwäche/Infektanfälligkeit

Depressionen und Schlafstörungen

Stoffwechselerkrankungen

Diabetes mellitus, Gicht, Hyperurikämie (erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut)

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Methoden der Eigenbluttherapie

Im Laufe der Zeit wurden viele unterschiedliche Modifikationen der Eigenbluttherapie entwickelt. Welche Methode für Sie am besten geeignet ist, sowie die Dauer und Häufigkeit der Anwendung richtet sich nach Ihrem individuellen Krankheitsbild. Ich biete in meiner Praxis folgende Verfahren der Eigenbluttherapie an:

Unverändertes Eigenblut

Dazu wird aus der Vene eine geringe Mengel Blut entnommen und anschließend entweder Intramuskulär (Injektion in einen Muskel, meist in den Gesäßmuskel), Subkutan (Injektion in das Unterhautzellgewebe) oder Intrakutan (Injektion in die Haut) injiziert. Je nach Krankheitsbild können dem Blut Ampullen-präparate beigemischt werden, die den Heilungsverlauf unterstützen.

Hämolysiertes Eigenblut

Hierbei wird eine geringe Menge Blut aus der Vene entnommen und mit destiliertem sterilem Wasser vermischt. Die Mischung wird 1 Minute lang geschüttelt und sodann intramuskulär (Injektion in einen Muskel, meist in den Gesäßmuskel) injiziert.

Potenziertes Eigenblut

Bei dieser Methode, die sich in der Kinderheilkunde hervorragend bewährt hat, wird nur ein einziger Bluttropfen benötigt. Dazu ist nur ein kleiner Piekser in die Fingerbeere oder in das Ohrläppchen notwendig.
Das Blut wird sodann in eine alkoholische Lösung gegeben und nach homöopathischen Prinzipien verschüttelt, so dass eine sogenannte Autonosode entsteht. Dazu arbeite ich mit einer Apotheke zusammen.
Ggf. kann statt Blut auch Stuhl oder Urin zur Erstellung einer solchen Autonosode genutzt werden.

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Nebenwirkungen

Eigenblutbehandlungen sind bei Beachtung der korrekten Abstände zwischen den einzelnen Behandlungen und bei Injektion geringer Mengen Eigenblut nebenwirkungsarm. Sind die Abstände zwischen den einzelnen Behandlungen jedoch zu kurz, ist eine Überstimulation des Immunsystems möglich, die unter Umständen zu einer dramatischen Verschlechterung des Abwehrsystems führen kann.

Auch bei der Injektion großer Mengel Eigenblut kann es zu erheblichen Negativreaktionen bishin zum Kreislaufzusammenbruch kommen. Diese Art der Eigenblutbehandlung biete ich in meiner Praxis nicht an.

Bei der Injektion kleinerer Mengen Eigenblut (bis 5 ml) können folgende Abwehrreaktionen auftreten, die jedoch erwünscht sind, da sie das Ansprechen auf die Therapie anzeigen:

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Wann darf die Eigenbluttherapie nicht angewendet werden?

Voraussetzung für den Erfolg der Eigenbluttherapie ist, dass der Körper in der Lage ist, zu reagieren. Dies ist nicht der Fall bei stark zehrenden Krankheiten (z. B. im Endstadium von Krebs, Tuberkulose).

Behandlung mit Cortison oder Immunsuppressiva, wie z.B. Methotrexat, da diese die körpereigene Abwehr gezielt unterdrücken, so dass eine parallele immunstimulierende Therapie sinnlos ist.

Bei Thrombophlebitis (Venenentzündung), da durch die Aktivierung des Gerinnungssystems eine Thrombose begünstig werden könnte.

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