Weitere Informationen zur Ohrakupunktur

Wann hilft die Ohrakupunktur?

Methoden der Ohrakupunktur

Komplikationen und Nebenwirkungen

Wann darf die Ohrakupunktur nicht angewendet werden?

Wann hilft die Ohrakupunktur?

Die Ohrakupunktur kann bei nahezu allen Krankheiten und Störungen unterstützend und lindernd eingesetzt werden. Bei folgenden Indikationen weist die Ohrakupunktur jedoch besondere Stärken auf:

Akute schmerzhafte Beschwerden des Bewegungsapparates

z. B.Achillodynie (Achillessehnenschmerz), Epikondylitis (Tennisellenbogen), Schulter-Arm-Syndrom, Lumbago (Hexenschuss), Gonarthrose (Arthrose des Kniegelenks), Koxalgie (Hüftschmerzen) Zervikalsyndrom ( Beschwerden, die von der Halswirbelsäule ausgehen bzw. den Halswirbelsäulenbereich betreffen, z. B. Nackensteife, Schmerzen im Schulterbereich, Fibromyalgie

Neurologische Erkrankungen

z. B. Spannungskopfschmerz, Migräne, Zosterneuralgie (starker Nervenschmerz in Folge einer Gürtelrose), Post-Apoplex (Zustand nach einem Schlaganfall)

HNO-Erkrankungen

z. B. Globussyndrom (Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben), Vestibulärer Schwindel (Schwindel als Folge einer Erkrankung des Gleichgewichtssystems), Morbus Menière (Erkrankung des Innenohrs mit Drehschwindel, Hörverlust und Ohrensausen), Tinnitus (Ohrgeräusche), Hörsturz

Atemwegserkrankungen

Polinosis (Heuschnupfen), Allergisches Asthma bronchiale

Hauterkrankungen

Urtikaria (Nesselsucht)

Herz-/Kreislauferkrankungen

Funktionelle Herzbeschwerden (Herzbeschwerden, für die keine organische Ursache gefunden werden kann)

Magen-Darmerkrankungen

z. B. Singultus (Schluckauf), Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa), chronische Verstopfung

Gynäkologische Erkrankungen

Infertilität (Unfruchtbarkeit), Libidoverlust/Potenzstörung (Verlust sexueller Lust), Prämenstruelles Syndrom (PMS; körperliche und seelische Beschwerden bei Frauen, die ca. 4 bis 14 Tage vor dem Eintreten der Regelblutung auftreten)

>Urologische Erkrankungen

Prostatitis (Entzündung der Vorsteherdrüse), Harninkontinenz (unwillkürlicher, unfreiwilliger Harnabgang), Reizblase (plötzlicher Harndrang, funktionelle Störung der Blase ohne körperliche Ursache)

Suchterkrankungen

Nikotinsucht, Esssucht/Adipositas

Psychische Erkankungen

Schlafstörungen, Angststörungen (z. B. Prüfungsangst, Flugangst), Burnout-Syndrom (Zustand äußerster seelischer und körperlicher Erschöpfung), depressive Verstimmung

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Methoden der Ohrakupunktur

Ich biete in meiner Praxis folgene Methoden der Ohrakupunktur an:

Klassische Ohrakupunktur nach Nogier

Einstechen feiner Akupunkturnadeln in die bei der Untersuchung gefundenen Punkte

Ohrakupunktmassage nach Luck

Behandlung der Ohrakupunkturpunkte mit einem Massagestäbchen.

Laserbehandlung

Behandlung der Ohrakupunkturpunkte mit einem Greenlaser

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Komplikationen und Nebenwirkungen

Nebenwirkungen:

Die einzig bekannte Nebenwirkung der Ohrakupunktur ist die sogenannte Erstverschlimmerung, wie sie aus der Homöpathie bekannt ist. Dabei bemerken die PatientenInnen eine kurzfristige leichte Verschlimmerung der ursprünglichen Beschwerden, die in der Regel nach einigen Stunden wieder abklingt. Eine Erstverschlimmerung ist in der Ohrakupunktur ein positives Zeichen, da sie die Richtigkeit des Behandlungsansatzes anzeigt.

Komplikationen:

Komplikationen treten bei der Ohrakupunktur nur äußerst selten auf und sind in der Regel auf eine unsachgemäße Durchführung der Therapie zurückzuführen:

Bei unvorsichtiger Nadelung der dicht innervierten Region um den Gehörgang kann es zu einem Kollaps durch eine Überreaktion des Nervensystems kommen.

Bei der Anwendung von Dauernadeln oder -kugeln kann es zu einer örtlichen Entzündung der Ohrmuschel kommen.

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Wann darf die Ohrakupunktur nicht angewendet werden?

Eingeschränkte Behandlungsmöglichkeiten:

Bei malignen (bösartigen) schmerzhaften Erkrankungen muss die Behandlung sorgfältig überlegt und ggf. mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Bei unklaren Schmerzzuständen ist zunächst eine klare Diagnosestellung erforderlich.

In der Schwangerschaft sind bestimmte Ohrakupunkturpunkte von der Behandlung ausgeschlossen.

Absolute Behandlungsverbote:

Lebensbedrohliche Erkrankungen

Extreme Schmerzempfindlichkeit oder Entzündungen der Reflexzonen bzw. -punkte

Entzündungen oder Verletzungen der gesamten Ohrmuschel

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