Weitere Infos zur Vitamin-C-Therapie

Wann hilft die Vitamin-C-Therapie?

Wieviel Vitamin-C benötigen wir?

Welche Funktionen erfüllt Vitamin C im Körper?

Nebenwirkungen und Komplikationen

Wann darf die Vitamin-C-Therapie nicht angewendet werden?

Wann hilft die Vitamin-C-Therapie?

Vitamin C bei bakteriellen Erkrankungen

Die bakteriostatische (die Vermehrung der Bakterien hemmende) und bakterizide (bakterienabtötende) Wirkung von Vitamin C wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen bewiesen. Der Heilungsverlauf bei Bakterieninfektionen kann durch den Einsatz von Vitamin C drastisch beschleunigt werden.

Vitamin C bei viralen Erkrankungen

Bei viralen Infektionen verbraucht der Körper hohe Mengen Vitamin C um die Vermehrung der Viren zu verhindern, so dass die Konzentration im Blut stark absinkt. Bei allen Virusinfektionen reduziert Vitamin C die akuten Beschwerden, verbessert die symptomatischen Beschwerden und reduziert das Risiko von Komplikationen.

Vitamin C bei Diabetes

Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Vitamin-C-Konzentration des Blutes bei Diabetikern um 30 % niedriger liegt, als bei gesunden Menschen, da einerseits die Aufnahme über die Nahrung erschwert ist und andererseits ein erhöhter Verbrauch durch oxidativen Stress besteht. Die begleitend eingesetzte Vitamin-C-Hochdosistherapie hilft nachweislich, die Spätkomplikationen des Diabetes wie koronare Herzkrankheit, arterielle Verschlusskrankheit, Neuropathien (Erkrankung des Nervensystems), Retinopathie (Netzhauterkrankung) oder Nephropathien (Nierenerkrankungen) zu vermindern oder sogar zu vermeiden.

Vitamin C bei Gicht und Hyperurikämie

Hyperurikämie (erhöhte Konzentration der Harnsäure im Blut) ist eine in den Industrienationen sehr häufig auftretende Erkrankung auf deren Grundlage die ebenfalls sehr verbreitete und äußerst schmerzhafte Gicht entstehen kann. Bereits seit vielen Jahren ist bekannt und durch klinische Untersuchungen belegt, dass Vitamin C durch seine Wirkung auf die Bildung der Prostaglandine die Entzündungsvorgänge die zu Gichtanfällen führen, sehr effektiv beeinflussen kann.

Vitamin C bei Hyperlipidämie

Die Hyperlipidämie (erhöhte Konzentration des Cholesterins, der Triglyceride und der Lipoproteine im Blut) zählt zu den in Deutschland am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen. Als Hauptrisikofaktor für die Entstehung der Arteriosklerose (verursacht u. a. koronare Herzkrankkeit, Schlaganfall, arterielle Verschlusskrankheit, Thrombose ... ) stellt sie ein sehr ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. In diversen wissenschaftlichen Untersuchungen und klinischen Studien wurde nachgewiesen, dass Vitamin C im Rahmen einer Gesamttherapie wirksam dazu beiträgt, den Cholesterinspiegel zu senken, indem es den Anteil an LDL-Cholesterin (Risikofaktor für Arteriosklerose) senkt zugungsten der Bildung von HDL-Cholesterin (Schutz gegen Arteriosklerose); außerdem führt Vitamin C zur Verminderung eines überhöhten Triglyderidspiegels.

Vitamin C bei Krebs

Die Vitamin-C Therapie hat einen hohen Stellenwert bei der Krebsvorbeugung. Aktuelle Studien bestätigen, dass ein niedriger Vitamin-C-Spiegel das Risiko erhöht, an bestimmten Tumorarten, wie Speiseröhrenkrebs, Mundhöhlenkrebs, Pankreaskrebs, Magenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs zu erkranken.
In einer Studie an 34.000 Frauen in der Menopause senkte die tägliche Gabe von 500 mg Vitamin C das Brustkrebsrisiko im Vergleich zur Gruppe ohne Vitamin C-Supplementation um 21%.
Da alle Tumorpatienten einen erheblichen Vitamin-C-Mangel aufweisen, ist die Zufuhr hoher Vitamin-C-Dosen wichtig, damit die Vitamin-C-abhängigen Körperfunktionen wieder aufgenommen werden können. Die Vitamin-C-Behandlung kann dazu beitragen, die Lebensqualität der Patienten deutlich zu verbessern, Schmerzen zu lindern, die Wirkung von Chemotherapeutika zu verstärken und die Gefahr postoperativer Komplikationen zu mindern.
Selbstverständlich müssen alle Tumorerkrankungen in jedem Falle fachärztlich behandelt werden. Eine begleitende Therapie mit Vitamin C oder anderen Methoden der Naturheilkunde führe ich nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt durch!

Vitamin C bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises

Zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises gehören u. a. die chronische Polyarthritis (rheumatische Arthritis), Morbus Reiter, Rheumatisches Fieber, Tendopathie (schmerzhafte Erkrankung der Sehnen- und Sehnenansätze), Epicondylitis humerie (Tennisellenbogen), Bursitis (Schleimbeutelentzündung), Periarthritis humeroscapularis (schmerzhafte Störung im Bereich des Schultergelenks) und Fibromyalgie. Da all diese Krankheiten in der Regel mit einem massiven Vitamin-C-Mangel einhergehen, hat sich die begleitende Vitamin-C-Hochdosistherapie als sehr effektiv erwiesen. Bei rheumatischen Krankheiten werden außerdem häufig Antirheumatika zur Schmerzreduktion eingenommen, die zu einen zusätzlichen Mangel an Vitamin C im Organismus verursachen können.
Vitamin C wird aufgrund seines breiten Wirkungsspektrum als Antioxidanz, Entzündungshemmer, Zellstabilisator und zur Stimmulation des Immunsystems eingesetzt. Vitamin C ist ein wirksamer Schutz gegen die bei rheumatischen Entzündungen entstehenden grossen Mengen Sauerstoffradikale (agressive Stoffwechselzwischenprodukte, die Zellen und Gewebe angreifen können). Durch seine aktivierende Wirkung auf die Kollagenbildung hilft es, Gelenkschäden zu reduzieren.

Vitamin C bei degenerativen Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen

Bei Arthrose kann die zusätzliche Einnahme von Vitamin C die Wirkung von gelenkaufbauenden Substanzen erhöhen. Bei LWS-Syndrom, Ischialgie und Lumbago (Hexenschuss) wird Vitamin C zur Unterstützung der schmerzlindernden Maßnahmen eingesetzt. Außerdem wirkt die Vitamin-C-Hochdosis-Therapie einem Vitamin-C-Mangel durch die Einnahme von Schmerzmitteln entgegen.

Vitamin C bei Mykosen (Pilzinfektionen)

Bei Pilzbefall kann das Immunsystem stark geschwächt sein und daher durch die Therapie mit Vitamin-C sinnvoll unterstützt werden.

Vitamin C bei Allergien

Vitamin C eignet sich hervorragend zur begleitenden Behandlung von akuten und chronischen allergischen Beschwerden wie Heuschnupfen, Asthma, Urtikaria (Nesselsucht), Neurodermitis, Kontaktekzem, Nahrungsmittelallergien. Vitamin C erfüllt eine wichtige Funktion beim Abbau und der Ausscheidung von Histamin. Ist die Vitamin-C Konzentration im Blut zu niedrig, steigt der Histamin-Spiegel an.
Histamin ist ein Botenstoff, der normalerweise bei Entzündungen und Verbrennungen ausgeschüttet wird. Erhöhte Histaminspiegel führen zu Jucken (Nessselausschlag), Atemnot, Blutdruckabfall, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Durchfall.
Ferner ist Vitamin-C für die körpereigene Cortisolproduktion wichtig. Cortisol wirkt entzündungshemmend und ist an der Aufrechterhaltung des Immunsystems beteiligt.

Vitamin C in der Augenheilkunde

Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Vitamin-C-Therapie sich zur Vorbeugung gegen Katarakt (Grauer Star) hervorragend eignet. Bei Menschen, die unter Grauem Star leiden, ist die Vitamin-C-Konzentration der Augenlinse ganz erheblich reduziert. Da das Auge starken oxidativen Stress ausgesetzt ist, ist jedoch eine hohe Konzentration von Radikalenfängern (z. B. Vitamin C und E, Gluthation und ß-Carotin) in der Linse erforderlich.
Bei Menschen mit Glaukom (Grüner Star) wurde beobachtet, dass eine Vitamin-C-Behandlung für ein Absinken des Augeninnendrucks sorgt.

Vitamin C bei HNO-Erkrankungen

Je nach Ursache der Erkrankungen kann die Vitamin-C-Therapie durch seine antivirale und antibaktierelle, entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und abwehrsteigernde Wirkung den Heilungsverlauf sinnvoll unterstützen bei Erkrankungen der Nase, wie Rhinitis, Sinusitis, Nasenfurunkeln etc., Erkrankungen der Ohren wie Mittelohrentzündung, Mastoiditis, Hörsturz, Tinnitus etc. und Entzündungen des Kehlkopfes bzw. der Luftröhre.

Vitamin C bei Krankheiten der Atemwege und der Lunge

Die akute Bronchitis ist in den meisten Fällen eine virale Entzündung der oberen Atemwege. Hier hilft Vitamin C aufgrund seiner antiviralen Eigenschaften und der Bildung entzündungshemmender Stoffe.
Bei chronischer Bronchitis (die z. B. bei jedem 2. Raucher über 40 J. auftritt) wird Vitamin C wegen seiner positiven Wirkungen auf das Immunsystem eingesetzt.
Bei Pneumonie (Lungenentzündung) und Pleuritis (Brustfellentzündung) kann Vitamin C die Dauer und Schwere der Erkankung erheblich vermindern.

Vitamin C bei Gefäß- und Kreislauferkrankungen

Gefäßerkrankungen wie die periphere arteriellen Verschlusskrankheit (paVK), koronare Herzkrankheit, das Raynaud-Syndrom , Verengung der hirnversorgenden Arterien oder Thrombosen sind in den westlichen Industrieländern sehr verbreitet. Vitamin-C kann erfüllt hier viele wichtige Aufgaben, die für eine optimale Durchblutung notwendig sind.
Besonders wichtig ist hierbei, dass Vitamin C den LDL- Spiegel (low density lipoproteine) im Blut senkt und die HDL-Konzentration (high density lipoproteine) steigert. Ein hoher LDL-Spiegel begünstigt die Anlagerung Plaques in den Gefäßwänden, was zu Entstehung von Arteriosklerose führt. Vitamin C senkt außerdem den Cholesterinspiegel im Blut und fördert den Cholesterinabbau in der Leber. Schließlich ist Vitamin C an der Defektreparatur der Gefäßwände beteiligt.

Vitamin C bei Erkrankungen des Magens

Menschen mit Erkrankungen des Magens wie Reizmagen, akute oder chronische Gastritis, Ulcuskrankheit oder Magenpolypen weisen häufig einen starken Vitamin-C-Mangel auf, was die Enstehung bösartiger Veränderungen begünstigen kann.
Vitamin-C wirkt hierbei u. a. durch die Hemmung der Bildung krebserregender Nitrosamine, die Hemmung der Urease-Aktivität, mit deren Hilfe Krankheitserreger wie der Helicobacter pylori im sauren Mileu des Magens überleben können und die Hemmung der Gastrin-Freisetzung, das die Bildung der Magensäure steigert.

Vitamin C bei Erkrankungen des Darmsystems

Bei entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wird Vitamin C wegen seiner regulierenden Wirkung auf das Immunsystem und seinen antientzündlichen Eigenschaften begleitend eingesetzt. Bei Dickdarmdivertikeln wirkt Vitamin C stärkend auf das Bindegewebe durch die Förderung der Kollagenbildung. Bei Analfisteln und -ekzemen wird Vitamin C ebenfalls zur Stabilisierung des Bindegewebes und Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Bei der Behandlung von Polyposis (gutartige Dickdarmtumoren) wurde in klinischen Studien ein Rückgang der Polypen unter Vitamin-C-Gabe nachgewiesen.
Außerdem wirkt die hochdosierte Zufuhr von Vitamin C den bei Darmerkrankungen häufigen Vitaminmangelerscheinung entgegen.

Vitamin C bei Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane

Bei entzündlichen Erkrankungen wie der akuten und chronischen Prostatis, der Epidydimytis (Hodenentzündung) oder Orchitis (Nebenhodenentzündung) wird Vitamin C aufgrund seiner antibakteriellen, antiviralen und antientzündlichen Wirkung begleitend zur Beschleunigung des Heilungsprozesses eingesetzt.

Vitamin C bei Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane

Bei entzündlichen Erkrankungen wie der akuten und chronischen Prostatis, der Epidydimytis (Hodenentzündung) oder Orchitis (Nebenhodenentzündung) wird Vitamin C aufgrund seiner antibakteriellen, antiviralen und antientzündlichen Wirkung begleitend zur Beschleunigung des Heilungsprozesses eingesetzt.

Vitamin C in der Gynäkologie

Bei leichteren Fällen von Salpingitis (Eileiterentzündung) oder Adnexitis (Eierstockentzündung) wird Vitamin C zur Aktivierung des Immunsystems und wegen seiner antientzündlichen Wirkung begleitend eingesetzt. Klimakterische Beschwerden können im Rahmen einer Gesamttherapie durch eine erhöhte Vitamin-C-Zufuhr sehr positiv beeinflusst werden.

Vitamin C bei Osteoporose

Im Rahmen der Osteoporoseprophylaxe und -behandlung wird Vitamin C eingesetzt, da es sich postiv auf die Bildung des für den Aufbau der Knochensubstanz wichtigen Prokollagens und Kollagens auswirkt. Eine Studie aus den 60er Jahren belegt, dass die Knochendichte bei Frauen, die eine täglich 500 mg Vitamin C einnahmen um 3% höher war als bei Frauen, die kein Vitamin C einnahmen. Vitamin C sorgt außerdem für eine verbesserte Calciumaufnahme und eine normale Funktion der Osteoblasten (Zellen, die für die Knochenbildung verantwortlich sind).

Vitamin C bei Erkrankungen des Nervensystems

Bei Erkrankungen wie Polyneuropathie (Störung des peripheren Nervensystems), Demenz, Parkinson oder Multiple Sklerose spielen reaktive Sauerstoffverbindungen (ROS), die eine schädigende Wirkung auf Zellwände, DNA und Proteine haben, eine erhebliche Rolle. Antioxidantien wie Vitamin C schützen vor den Schädigungen von ROS und sorgen für ein gut funtionierendes Abwehrsystem. Außerdem unterstützt Vitamin C den Körper bei der Ausleitung von Schadstoffen, was sich ebenfalls günstig auf den Krankheitsverlauf auswirken kann. Es kann die Nebenwirkungen von Parkinson-Medikamenten wie L-Dopa vermindern. Bei Multipler Sklerose kann die begleitende Vitamin-C-Therapie die üblichen hochdosierten Cortisongaben deutlich reduzieren und den Allgemeinzustand stabilisieren.

Vitamin C bei Erkrankungen der Haut und Hautanhangsgebilde

Durch seine antientzündliche, antimykotische und entgiftende Wirkung sowie durch die Förderung der Kollagenbildung zeigt die Vitamin-C-Therapie im Rahmen einer Gesamttherapie sehr gute Erfolge bei Erkrankungen der Haut wie dem Seborrhoische Ekzem (schuppiger, geröteter Ausschlag), Rosacea (akneähnliche Hauterkrankung), Lichen ruber (Knötchenflechte) oder Perioraler Dermatitis (Mundrose, Hautausschlag um Mund und Nase). Ebenso werden Erkrankungen der Haare, wie kreisrunder Haarausfall und Follikulitis sowie Erkrankungen der Nägel und des Nagelbettes durch Entzündungen und Mykosen durch Vitamin-C-Gaben positiv beeinflusst.

Vitamin C bei Erkrankungen des Blutes

Bei Erkrankungen des Blutes wie Eisenmangelanämie, Granulozytose (Verminderung der Granulozyten im Blut) oder Agranulozytose (starke Verminderung oder Fehlen der Granulozyten im Blut) wird Vitamin C wegen seiner positiven Effekte auf die Eisenaufnahme und den Folsäurehaushalt, das Immunsystem und die Entgiftungsleistung des Körpers erfolgreich eingesetzt.
Bei Leukämie hilft die begleitende Vitamin-C-Therapie die Abwehrkräfte zu steigern und die Nebenwirkungen von Medikamenten zu reduzieren.

Vitamin C zur Entgiftung bzw. Ausleitung von Giften und Schwermetallen

Tagtäglich sind wir den unterschiedlichsten Umweltbelastungen ausgesetzt. Dazu gehören u. a. Nahrungsmittelzusatzstoffe, Genussmittel wie Alkohol und Zigaretten, Bakterien- und Pilztoxine, Umweltgifte wie Pestizide, Schwermetalle und Halogenierte Kohlenwasserstoffe u. v. a. Die ständige Ansammlung von Schadstoffen kann zu ernsthaften körperlichen und/oder auch seelischen Erkrankungen führen. Vitamin C unterstützt die Entgiftungs- und Ausleitungsfunktionen des Körpers, vermindert oxidativen Stress, stabilisiert das Abwehrsystem und schützt die Zellen.

Vitamin C bei der Heilung von Wunden und Infektionen

Vitamin C unterstützt die Wundheilung, indem es den Wundverschluss durch die Aktivierung der Kollagenbildung beschleunigt. Darüberhinaus ist ist Vitamin C durch seine antibakterielle Wirkung vor allem bei bakteriellen Infektionen eine bewährte und effektive Unterstützung. Auch bei Verbrennungen ist die Vitamin-C-Hochdosistherapie unverzichtbar, da es den bei Verbrennungen entstehenden Flüssigkeitverlust und die Bildung von Brandödemen stark reduziert.

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Wieviel Vitamin-C benötigen wir?

Vitamin C wird vom Organismus kaum gespeichert und muss daher über den Tag verteilt immer wieder zugeführt werden. Die Frage, wie hoch die erforderliche Tagesdosis ist, ist umstritten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält eine Tagesdosis von 100 mg für gesunde Erwachsene für ausreichend. Experten auf dem Gebiet der orthomolekularen Medizin empfehlen dagegen sehr viel höhere Dosierungen.

Prof. Linus Pauling, der Vitamin-C-Papst und zweifache Nobelpreisträger nahm täglich 30 g ein und wurde damit immerhin 93 Jahre alt.

Der amerikanische Arzt und führende Vitamin-C-Experte Dr. Robert F. Cathcartführte den Begriff Darmtoleranz (bowel-tolerance) ein. Er beobachtete, dass die benötigte Menge an Vitamin-C genauso so hoch ist, dass keine Darmbeschwerden auftreten. Die bei höheren Dosierungen auftretenden Beschwerden (z. B. Durchfall) sind allerdings harmlos.
Die verträgliche Menge schwankt bei Gesunden zwischen 1 und 20 g täglich. Bei akuten Krankheiten steigt die Darmtoleranz auf 100–200 g (!) täglich.

Bei der therapeutischen Anwendung richtet sich die Dosis nach dem individuellen Bedürfnissen des Patienten, also nach der allgemeinen Verfassung sowie der Art und Schwere der Krankheit.
Oral können Tagesdosen von 0,3 bis 10 g verteilt über den Tag in mehrachen Einzeldosen eingenommen werden. Bei viele Krankheits- oder Beschwerdebildern liegt die erforderliche Dosis jedoch deutlich höher. Hier kann der Bedarf nur durch Vitamin-C-Infusionen gedeckt werden.

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Welche Funktionen erfüllt Vitamin C im Körper?

Abwehr bakterieller und viraler Infekte

Vitamin C spielt eine wichtige Rolle bei der Abwehr bakterieller und viraler Infekte. Es ist für die Bildung der weißen Blutkörperchen notwendig und fördert die Bildung von Antikörpern und Interferon (Eiweiß, das antiviral wirkt, das Immunsystem reguliert und Gewebewucherungen entgegenwirkt).

Antioxidans (Radikalenfänger)

Freie Radikale sind aggressive Moleküle, die als Zwischenprodukte beim Stoffwechsel enstehen. Freie Radikale können in hohen Konzentrationen wichtige Proteine des Stoffwechsels, Zellmembranen und sogar die Erbsubstanz (DNS) angreifen, und damit zu Schäden an verschiedenen Körperzellen führen. Alle Alterungsprozesse im Körper werden durch freie Radikale beschleunigt. Langfristige Untersuchungen zeigen, dass eine optimale Vitamin-C-Versorgung in Verbindung mit einer guten Ernährung und ausreichender Bewegung die Lebenserwartung und Lebensqualität entscheidend verbessern können.

Bildung von Kollagen

Vitamin C hat eine Schlüsselfunktion bei der Bildung von Kollagen und ist daher wichtig für den Aufbau und Erhalt von Haut, Knochen, Muskulatur und Blutgefäßen; bei guter Vitamin-C-Versorgung heilen Wunden und Knochenbrüche schneller. Eine reduzierte Kollagenbildung schwächt das Bindegewebe und macht es durchlässiger für Krankheitskeime.

Eisenresorption

Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen im Darm und wandelt das aufgenommene Eisen in eine für den Körper verwertbare Form um. Eisen ist unter anderem wichtig für die Bildung der roten Blutkörperchen. Ein Mangel an Vitamin C bewirkt also auch einen Eisenmangel und damit eine Anämie (Blutarmut).

Bildung von Prostaglandinen

Vitamin C fördert die Bildung von Prostaglandinen. Prostaglandine sind hormonähnliche Stoffe, die bei der Regulierung des Herz-Kreislaufsystems, der Drüsenfunktionen, von Entzündungsprozessen und des Immunsystems eine wichtige Rolle spielen.

Cholesterinabbau und Senkung des Cholesterinspiegels

Vitamin C aktiviert den Abbau von Cholesterin in der Leber und senkt den Cholesterinspiegel. Es sorgt für eine erhöhte Bildung des HDL-Cholesterins, das eine Schutzwirkung gegen die Arteriosklerose hat, und senkt Anteil an LDL-Cholesterins, indem es für eine verbesserte Ausscheidung sorgt. Ein hoher LDL-Spiegel gilt als hoher Risikofaktor für die Entstehung arteriosklerotischer Erkrankungen wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall, arterielle Verschlusskrankheit ...

Histaminspiegel

Vitamin C senkt den Histaminspiegel im Blut und ist daher besonders für alle Allergiker wichtig.

Hormonproduktion

Vitamin C spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Nebennierenhormonen. Ein Vitamin-C Mangel führt zu verminderter Produktion von Clucocortikoiden (Cortisol, Cortison und Corticosteron) und Adrenalin, die für die Bewältigung körperlicher und seelischer Stresssituationen notwendig sind. Dadurch kann es zu einer niedrigen Stresstoleranz, Leistungsschwäche, chronischer Müdigkeit, Burnout, Abwehrschwäche, Reizbarkeit und vielen anderen Störungen kommen.

Entgiftung und Ausleitung

Vitamin C senkt die Belastung durch Umweltgifte und Schwermetalle und unterstützt die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion. Es unterstützt die Ausscheidung von Schwermetallen, macht giftige Substanzen unschädlich und hemmt die Bildung von krebserregenden Stoffen im Körper.

Folsäure

Vitamin C ist an der Umwandlung von Folsäure in die aktive Form (THF) beteiligt.

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Nebenwirkungen und Komplikationen

Im allgemeinen ist Vitamin C sowohl bei oraler Einnahme als auch in Form von Infusionen sehr gut vertraglich. Toxische Wirkungen von Vitamin C sind nicht bekannt.

Vitamin C wird im Körper nicht gespeichert. Überschüsse werden über die Nieren ausgeschieden, so dass es nicht zu Überdosierungen kommt.

Allerdings können Vitamin-C-Dosen ab 4 g, vor allem, wenn sie auf nüchternen Magen eingenommen werden, zu Durchfall führen. Die Dosis sollte in diesem Fall soweit verringert werden, dass der Stuhl nur noch weich ist. Dies gilt als optimale Dosierung.

Vereinzelt treten Blähungen zu Beginn einer Vitamin-C-Therapie auf. Deshalb sollte mit einer geringeren Dosis begonnen werden, die dann langsam gesteigert werden kann. Die Gesamtmenge sollte über den Tag verteilt in 4 bis 5 Einzeldosen eingenommen werden.

Eine Übersäuerung des Magens entsteht nicht. Menschen, die zu Übelkeit oder Sodbrennen neigen, können jedoch auf gepuffertes Vitamin C zurückgreifen (z. B. Natriumascorbat).

Die verbreitete Meinung, dass die Einnahme von Vitamin C ein erhöhtes Risiko der Oxalatsteinbildung (Nierensteine) birgt, ist mittlerweile wissenschaftlich widerlegt. Es wurde nachgewiesen, dass der Oxalsäurespiegel im Blut unter Vitamin-C-Einnahme nur geringfügig ansteigt und nach Beendigung der Einnahme sofort wieder absinkt.
Wenige Menschen haben jedoch eine genetische Anlage, Nierensteine auszubilden. Diese Menschen neigen aufgrund einer Störung des Calciumstoffwechsels zur Bildung von sogenannten Calcium-Oxalat-Steinen. In diesem Fall kann Vitamin-C die Bildung der Steine begünstigen, so dass die Vitamin-C-Therapie hier durch andere naturheilkundliche Therapien ersetzt werden sollte.

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Wann darf die Vitamin-C-Therapie nicht angewendet werden?

Die Vitamin-C-Hochdosistherapie darf nicht durchgeführt werden bei:

Blutgerinnungsstörungen durch Medikamente (z. B. Marcumar)

Vitamin C beeinflusst möglicherweise die Wirkung der Medikamente.

Einnahme von Fluphenazin

Die gleichzeitige Einnahme von Ascorbinsäure und Fluphenazin schränkt die Wirkung des Fluphenazins ein.

Netzhautblutungen

Der Wirkmechanismus von Vitamin C ist bei Netzhauteinblutungen noch nicht geklärt, es sollte daher auf Vitamin-C-Infusionen sowie auf orale Einnahme von Vitamin C verzichtet werden.

Natriumreduzierten Diäten

Der Gehalt an Natriumionen in der Infusionslösung muss berücksichtigt werden, so dass die Tageshöchstmenge überschritten werden könnte.

Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit, Thalassämie)

Vitamin C kann die Aufnahme von Eisen aus dem Verdauungstrakt begünstigen und sollte daher bei Menschen mit Eisenspeicherkrankheit nicht angewendet werden.

Geplanten Laboruntersuchungen

Vitamin C kann bestimmte Laboruntersuchungen beeinflussen und sollte daher 3 Tage vor einer geplanten Laboruntersuchung unterbleiben.

Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie sollte die Anwendung von höheren Dosen Vitamin C zeitversetzt erfolgen (je nach Halbwertszeit des Chemotherapeutikums 1-3 Tage), um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft und Stillzeit soll einen Menge von 100 bis 500 mg Ascorbinsäure täglich nicht überschritten werden. Ascorbinsäure wird in die Muttermilch sezerniert und passiert die Plazentaschranke.

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